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Loewy, Ruth (Duits)

  • Geboren 17-12-1920 in Hoppstädten, Deutschland
  • Gestorben 01-12-1942 in Auschwitz, Polen – 21 Jahre
  • Eltern Rudolf Loewy, Kantor, und Margarethe Heymann

Ruth lebte seit Februar 1942 in der Hengeloschestraat 2 in Oldenzaal. Sie war Haushälterin der Familie Zwartz.

Die Familie Loewy lebte zunächst in Hoppstädten. Sie lebten seit 1923 in Saarlouis und seit 1926 in Saarbrücken, wo ihr Vater Religionslehrer und Kantor war.  Sie hatten seit 1936 in Ulm gelebt.

Ruths Fluchtversuch endete tragisch. Nachdem ihr Bruder Gerhard und ihre Schwester Tosca bereits ins Ausland geschickt worden waren, kam Ruth (sowie Schwester Esther) 1938 in ein Vorbereitungslager in Oberschlesien, wo sie auf die Auswanderung nach Palästina wartete. Während der Reichskristallnacht wurde die 18-Jährige von S.A.-Mitgliedern so schrecklich geschlagen, dass sie kaum laufen konnte. Ruth Loewy, die sich noch nicht ausreichend von ihren Verletzungen erholt hatte, verließ das Lager und floh zu ihren Eltern nach Ulm.

Sie hat seit Ende April 1939 in den Niederlanden gelebt. Sie war für staatenlos erklärt worden und ihre Ausweispapiere waren ihr weggenommen. Sie kam am 1. Mai 1939 als Palästina-Pionierin nach Gorssel und blieb eine weitere Woche in Deventer, bevor sie Anfang August 1939 in das Krankenhaus am Zuidwal in Den Haag aufbrach. Seit Anfang März 1941 wohnte sie im zentralisraelitischen Haus für alte Männer und Frauen in 31 Oosthaven in Gouda. In beiden Fällen wird sie dort gearbeitet haben. Danach kam sie im Februar 1942 in Oldenzaal an. Sie machte weitere Versuche, nach Palästina auszuwandern, was leider fehlschlug.

Ruth war offenbar versteckt, als ihr Standort angefragt wurde. Sie wurde am 6. November 1942 aus dem Lager Westerbork in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo sie einige Wochen später starb.

Holocaust-Opfer, sowie ihre Eltern. Ihr Bruder Gerhard und ihre Schwester Tosca überlebten den Krieg, sie flohen rechtzeitig in die USA. und Palästina. Ihre Schwester Esther überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter das Lager Auschwitz als Mitglied des Frauenorchesters. Esther Bejarano-Loewy ist eine Sängerin und Rednerin, die sich für den Kampf gegen Rechtsextremismus einsetzt.

Jüdisches Denkmal und Stolperstein in Oldenzaal. Dort liegt auch einen Stolperstein für Isak Zwartz.

Stolperstein in Gouda und Stolpersteine ​​in Saarlouis, Deutschland.

* Obwohl es mehrere Berichte gibt, die besagen, dass sie mit einem bestimmten Istvan Marchand verheiratet war und in der Schweiz erschossen wurde, ist dies sicherlich nicht der Fall. Es gab eine andere Ruth Marchand-Hahn mit demselben Geburtsdatum. Aber sie hat überlebt, was die Geschichte noch spezieller macht. Warum ihre Schwester Esther Bejarano-Loewy an der Geschichte über die Schweiz festhält, ist ebenfalls unklar. Sie ist selbst in Bad Arolsen aufgetreten und hat sich dort die Archive angesehen, damit sie die richtige Geschichte kennt.

Im Zusammenhang mit den widersprüchlichen Berichten – und für mich der Tatsache, dass sie eine Palästina-Pionierin war – wurde dies alles bereits vor einigen Jahren eingehend untersucht mit Hilfe von die Arbeitsgruppe Palästina Pioniere Deventer, jüdisches Denkmal und Jose Martin vom Westerbork Lager. Sie fand auch in Bad Arolsen Beweise dafür, dass ‘unsere’ Ruth in Auschwitz gestorben ist.

 

Loewy Ruth